Mundgeruch in und nach der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft verändert sich das Bindegewebe – es wird lockerer. Was im Unterleib wichtig ist, geschieht jedoch auch im Mund. Dort verändert sich das Zahnfleisch. Bakterien können sich dadurch leicht festsetzen und Entzündungen auslösen.

Mundgeruch ist ein typisches Anzeichen für Entzündungen im Mundraum. Die Schwangerschafts-Gingivitis sollte unbedingt behandelt werden, aus zwei Gründen:

  1. Eine Gingivitis endet nicht mit der Geburt. Unbehandelt führt sie oft zu Zahnfleischrückgang und Zahnverlust. Überliefert ist das Sprichwort „jedes Kind kostet einen Zahn“ – aber das gilt mit der richtigen zahnmedizinischen Betreuung längst nicht mehr!
     
  2. Eine Gingivitis kann das Kind gefährden. Die Gefahr geht hierbei nicht von der Entzündung im Mundraum aus, sondern von bestimmten Bakterien und Entzündungsstoffen. Sie dringen in die Blutbahn ein oder können so auch das ungeborene Kind gefährden. In USA und Großbritannien wird dazu bereits intensiv geforscht.

Aus diesen Gründen empfiehlt sich eine vorbeugende Behandlung VOR der Schwangerschaft. Während der Schwangerschaft sollte eine erste Kontrolle ab der 13. Woche erfolgen. Dann kann auch der so genannte MMP-8-Test erfolgen, der schnell und nicht-invasiv die gefährlichen Entzündungsstoffe ermittelt. Weitere Kontrolltermine wird der behandelnde Zahnarzt je nach Befund festlegen.